Karl Knöller verfasste auch Heimatgedichte. Diese waren ind den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts in kleinen Bändchen erschienen. Aus dem in 1950 erschienen Band "Heimat Du" werden wir monatlich ein Gedicht veröffentlichen. Diese Gedichte sind nicht nur in Mundart geschrieben, sondern sind auch ein Zeugnis der Lebensart dieser Zeit.
Monatsgedicht Januar 2025 Heimat Du
Monatsgedicht März 2025 Letz troffa (Hühnerjagd oder so!)
Monatsgedicht Mai 2025 Freud ond Leid
Monatsgedicht Juni 2025 D' Venus em Saifaschaum
Monatsgedicht Juli 2025 Am Fenster
Monatsgedicht August 2025 Onser Kloschter
Monatsgedicht September 2025 Schwäbische Anekdote
Monatsgedicht Oktober Michel Daub und andere
Monatsgedicht November Michel Daub Fortsetzung
Monatsgedicht Februar 2025 Wia Mühlacker badisch worre ischt
Monatsgedicht April 2025 Italienerschrecke.
Die Geschichte basiert auf einer wahren Gegebenheit. Am 5. August 1914 sollte ein Zug mit "Italienern" den Bahnhof passieren oder sogar halten, die Besetzung Ackermühls durch feindliche Ausländer drohte.
Der 28. Juli war der Beginn des ersten Weltkrieges. Alle Reichsfremde und potentielle Feinde mussten Deutschland verlassen. Auch Italiener, die später in den Krieg gegen Deutschland-Österreich eintraten. Vermutlich die ersten Gastarbeiter italienischer Herkunft wurden "eingesammelt" und deportiert. Dies war der im Gedicht erwähnte Zug. Die feindliche Gesinnung der Passagiere unterstellt. Dieses Ereignis wurde auch von dem heimatlichen Schriftsteller Max Dürr in seiner Geschichte "Die Schlacht von Ackemühl" ausführlich und heiter beschrieben. Bei Max Dürr wurde den wehrhaften Verteidigern Ackermühls - und darauf bestand der Bahnhhofsvorsteher- der Zutritt auf den Bahnsteig erst gewährt, wenn diese alle eine Bahnsteigkarte gelöst hätten. (Das war damals noch so!)
... und über die Verhandlungen darüber brauste der Zug durch den Bahnhof und hinterließ eine Menge mit einer Menge Fragezeichen!