Der Sender Mühlacker

 1930 mit dem Jahr zur Stadterhebung ging der erste deutsche Großsender (» Ausstellungsbericht) in Betrieb; zwischen zwei 100 Meter hohen Holztürmen hing die Antenne an einem armstarken Hanfseil. Diese Technik hat sich nicht bewährt, so dass 1934 ein 190 Meter hoher neuer Holzturm als höchstes Holzbauwerk der Welt erstellt wurde, in dessen Mitte die Antenne untergebracht war.

Bei Kriegsende im April 1945 sprengte eine deutsche Pioniereinheit dieses Bauwerk; die witterungsbeständigen Hölzer fanden ihre Wiederverwendung (Bildergalerie) in der näheren Umgebung.

Die Einweihung des Senders fand live in der Burgruine Löffelstelz statt. Hier sehen Sie Bilder von der Einweihung und der ersten Sendung mit Mühlacker und Dürrmenzer Honorationen.

Sendereinweihung 1930
Sendereinweihung 1930
von links nach rechts: Ludwig Büllner
Gottfried Eitel, Carl Struve (SR),
Richard Wörner (Bürgermeister)
Sendereinweihung
Sendereinweihung
Ludwig Büllner spricht!
Wer kennt noch andere Personen
auf den Bildern?

In einer Dokumentation zum 50jährigen Jubiläum der Stadt Mühlacker hat der SWR Zeitzeugen befragt (Film s.u.). Die Nutzung/Vorführung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des SWR und des Autors Karl Ebert.
(unten anklicken, dann startet der Film. Um das Bild größer zu machen unten rechts auf das Vergößerungssymbol klicken. Mit ESC-Taste wird das Bild wieder klein. Um zur  Hauptseite zurück zu kehren, den zurück-Pfeil oben links anklicken.)

Die Zeitzeugen sind von links nach rechts:

Müller Emil

Merz, Gustav

Waidelich, Gustav

Krust, Karl

Kopp, Christian

Ruf Wilhelm

Stoll Georg

Bandle, Erich

Schneider, Otto

88 Jahre alt

88 Jahre alt

90 Jahre alt

82 Jahre alt

77 Jahre alt

84 Jahre

89 Jahre alt

73 Jahre alt

83 Jahre alt

Schwiegervater von Manfred Ayasse.

Großvater von Ellen Scheyt

Goldschmied, Doublé-Marsch

Vorsitzender Liederkranz u. SPD Gemeinderatsfraktion

Polier bei Bauunternehmen Fegert

Heft "Geschichte von Dürrmenz"

Schreiner, gen. Stolle-Köpper

Bekleidungsgeschäft

Kellermeister bei Wulle

Der Sender als technisches Bauwerk fand auch Eingang in die Jugendliteratur. Von 1880 bis 2002  gab es die Buchserie " Das Neue Universum", welches jährlich erschien. 1950 im Band 67 können Sie zum Sender folgendes lesen: "Eine moderne Senderantenne für den Rundfunk, Deutschlands höchstes Bauwerk"

Der Sender war aber auch ein politisches Instrument, wie aus dem folgenden Textbeitrag zu entnehmen ist. Die Nazis übernahmen die Herrschaft und dazu wurden auch die Medien instrumentalisiert. Dies dokumentiert das Kapitel "Der Sender unter dem Hakenkreuz" aus dem Buch " Eine Stadt wird braun" von Bernd Burkhardt, ISBN 3-455-08838-4.

Aus der Presse

Ursula Windmiller erinnert sich an die Entstehungsgeschichte des Senders.

aus Mühlacker Tagblatt vom 15.05.2013,

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